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Montag, 12. Mai 2008

Forschungs-News

Bekleidung kann vor UV-Strahlen schützen

Darüber, wie diese Funktionalität aussehen kann und welche Prüfsiegel es gibt, informiert das unabhängige und akkreditierte Prüfinstitut Hansecontrol. Ähnlich wie beim Lichtschutzfaktor (LSF) lässt sich die UV-Filterwirkung auch bei Textilien angeben. Dabei hat sich der »Ultraviolet Protection Factor«, kurz UPF, durchgesetzt, der im deutschen Markt auch als »Ultraviolett Schutzfaktor«, USF, zu finden ist. Beide, LSF und UPF, basieren auf der Eigenschutzzeit der Haut und geben an, um wie viel sich die Aufenthaltsdauer in der Sonne verlängert, ohne Hautschäden davon zu tragen. Für geprüfte UV-Schutzbekleidung gibt es in Deutschland bislang drei verschiedene Standards zur Ermittlung des UPF: Die Australisch/Neuseeländische Norm AS/NZS 4399:1996 (for sun protection clothing evaluation and classification) steht der Europäischen Norm DIN EN ISO 13758 (Textilien – Schutzeigenschaften gegen ultraviolette Sonnenstrahlung) gegenüber. Daneben existiert der UV Standard 801.
Zu den Schwächen der australischen als auch der vergleichbaren europäischen Norm zählt, dass normale Gebrauchseigenschaften wie Nässe, Abnutzung und Dehnung bei der Prüfung nicht berücksichtigt werden. Diese Faktoren können die Schutzwirkung jedoch deutlich beeinträchtigen, so dass empfohlen wird, speziell für Sport- und Outdoorbekleidung gezielt nach Artikeln zu suchen, die mit dem strengeren UV-Standard 801 gekennzeichnet sind und den Praxisbedingungen beim Tragen eher entsprechen. Nur nach UV-Standard 801 zertifizierte Kleidung gibt dem Verbraucher die Sicherheit, dass der UV-Schutz auch im nassen, abgenutzten, gewaschenem und gedehnten Zustand erhalten bleibt, informiert Hansecontrol.
Getestet wird dabei anhand eines „Worst-Case“-Szenarios mit höchster UV-Strahlung und dem empfindlichsten Hauttyp, wobei der angegebene UPF-Wert, der bei mindestens 15 UPF liegen muss, das jeweils niedrigste Ergebnis aus mehreren Messungen ist. Zertifizierte UV-Schutzbekleidung ist, je nach Prüfverfahren, mit einem Etikett oder Anhänger und dem darauf versehenen Logo ausgezeichnet.


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